Darauf musst Du bei einer Ausschnittänderung achten
1. Die Ausschnittgröße festlegen


Halte das Vorderteil Deines Schnittmusters vor Deinen Körper und markiere in der vorderen Mitte, wie tief Dein Ausschnitt werden soll.
Anschließend markierst Du an der Schulternaht, wie weit der Ausschnitt werden soll.
Am besten stellst Du Dich dazu vor einen Spiegel.
2. Die Ausschnittform festlegen


Jetzt zeichnest Du an Deinem Schnittteil die neue Ausschnittform ein, indem Du beide Punkte in der gewünschten Form verbindest.
WICHTIG: Die Ausschnittkurve muss einen rechten Winkel zur vorderen Mitte bilden.
Es sei denn, Du möchtest einen V-Ausschnitt.
3. Die Übergänge checken


Lege jetzt die Schulternaht von Vorder- und Rückenteil aneinander und kontrolliere den Übergang von vorderem und hinterem Halsausschnitt.
Es soll eine harmonische Kurve bilden.
Auch am Rückenteil muss die Ausschnittkurve im rechten Winkel auf die hintere Mitte treffen.
4. Die Verarbeitung und die Nahtzugabe festlegen

Wie möchtest Du die Ausschnittkante verarbeiten?
Je nach Verarbeitung schneidest Du die Ausschnittkante mit oder ohne Nahtzugabe zu.
Welche Teile benötigst Du sonst noch?
Einen Beleg, einen Einfass-Streifen oder ein Bündchen?
Schneide die benötigten Teile zu und dann auf zur Nähmaschine!
5. Eine Bemerkung zu großen Ausschnitten
Große Ausschnitte neigen dazu, abzustehen. Um das zu vermeiden, solltest Du die Ausschnittnaht einhalten. Das bedeutet, Halsbündchen oder Einfass-Streifen müssen kürzer sein als die Ausschnittstrecke. (Das gilt vor allem bei dehnbaren Stoffen. Aber bei großen Ausschnitten ist es besonders wichtig.) Belege sollten mit Bügeleinlage verstärkt sein, damit sie sich nicht ausdehnen können. Und beim Nähen und Bügeln gilt: Die Ausschnittkante auf keinen Fall ziehen und dehnen!
Hier geht's zur ersten Verarbeitungsvariante: Den Ausschnitt mit einem Beleg verstürzen.
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