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Neulich hatte ich einen echten Geistesblitz!

Erinnert Ihr Euch an mein Sweatshirt, dass ich vor Kurzem genäht habe?

Der Halsausschnitt ist mit einem Beleg verstürzt, und um den Beleg zu fixieren, wollte ich ihn in der hinteren Mitte feststeppen. Da dachte ich: Jetzt wäre es cool, wenn ich meine eigenen Etiketten hätte. Dann könnte ich gleichzeitig den Beleg fixieren und mein Etikett aufnähen.

Neben mir lag ein Stück Nessel. Hm.

Was wäre, wenn ich einfach meine Initialen mit Siebdruck auf Nessel drucke?

Das probiere ich aus!

Gesagt getan. Und es hat so gut funktioniert, dass ich total begeistert bin.

Hier kommt die Geschichte, wie ich es genau gemacht habe.

1. Das Logo erstellen

Das Logo in schwarz-weiß. Ein Rahmen mit den Buchstaben SK im Eck unten links

Dazu habe ich einfach Inkscape geöffnet (mein Lieblingsprogramm! Aber mit einem normalen Texverarbeitungsprogramm geht das genau so gut), einen Rahmen aufgezogen und meine Anfangsbuchstaben in das Kästchen gesetzt. Mit der Platzierung habe ich etwas rumgespielt, und so mit den Buchstaben im linken unteren Eck hat es mir am besten gefallen.

2. Das Logo ausschneiden

Die ausgeschnittenen Buchstaben, der ausgeschnittene Rahmen und das Cuttermesser

Anschließend habe ich meine Initialen auf das Schablonenpapier übertragen und mit einem Cuttermesser ausgeschnitten. Zum Glück habe ich einfache Buchstaben!

3. Drucken

Sieb, Rakel, Spatel und die ersten Druckergebnisse

Ich habe ein Siebdruck-Kit von Bobbinhood, die ihren Webshop leider geschlossen haben. Wenn man ein bisschen im Internet sucht, findet man aber Alternativen.

Unschwer zu erkennen - nicht alle Drucke sind perfekt geworden. Aber das macht mir überhaupt nichts!

ein nicht ganz perfekter Druck

4. Etiketten verstürzen

Das Etikett liegt zum Verstürzen unter dem Nähmaschinenfüßchen.

Das Verstürzen hat zwei Gründe:

  1. Der Nessel ist etwas durchscheinend. Wenn ich das Etikett einlagig auf einen gemusterteten Stoff nähen würde, könnte man das Muster durchsehen. Oder die Farbe des Stoffes. Das finde ich nicht so schön.
  2. Wenn ich das Etikett später irgendwo aufnähe, habe ich schöne Kanten und muss nicht rumpfriemeln, und winzige Nahtzugaben umklappen.

Die obere Kanten lasse ich zum Wenden offen. Meistens wird ein Etikett sowieso in einer Naht mitgefasst. Und dann verschwindet die offene Kante von selbst. Und wenn ich einmal das Etikett irgendwo in der Mitte ringsrum aufsteppen möchte, dann kann ich die obere Kanten immer noch nach innen klappen.

5. Etiketten wenden und bügeln

Die gewendeten, ungebügelten Etiketten
5 Etiketten, schön gebügelt

Und voilà, schon sind meine selbstgemachten Etiketten fertig! Ich finde sie mega.

6. Ein kleiner Verbesserungsvorschlag

Bei meinen nächsten Etiketten werde ich darauf achten, dass ich beim Drucken nach unten genug unbedruckten Stoff frei lasse. Dann kann ich an der Stelle das Etikett umbücken und muss es nur rechts und links verstürzen. Unten habe ich dann einen Bruch. 

Das gibt schönere Ecken.

Wie findest Du meine Etiketten?

Das Etikette ist in der hinteren Mitte eines Sweatshirts eingenäht
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